Gnauck (Familie)
Aus Personen
Weitere Namensform(en): Nauck
Kurzbeschreibung: Erbrichterfamilie in der Umgebung von Bischofswerda
Inhaltsverzeichnis |
Biographische Notizen
- zuerst nachgewiesen in Goldbach um 1559
- wirkten vom 17. bis zum 20. Jahrhundert über Generationen als Erbrichter, Freirichter, Gemeindevorstände, Friedensrichter oder Gerichtsschöppen sowie als Salzfuhrleute in Weickersdorf und Kleindrebnitz
- Johann Gottfried Gnauck, Ortsrichter von Geißmannsdorf, sprach am 19. Dezember 1818 zur Eröffnung des neuen Rathauses von Bischofswerda (erbaut von Gottlob Friedrich Thormeyer)
- Max Gnauck und Roland Paeßler sind Nachfahren des Weickersdorfer Zweiges
- Ahnenverbund mit dem Landwirtschaftswissenschaftler Bruno Steglich
Zur Namensherkunft
Traditionelle Sicht
- in der Familiennamenforschung wird verwiesen auf eine lokale Häufung des Namens Gnauck im Raum Dresden-Bautzen
- der Name Gnauck wird deswegen mit dem Sorbischen in Verbindung gebracht: (1) sorabisiert aus mittelhochdeutsch genuoc bzw. mittelniederdeutsch genōch (genug); (2) abgeleitet vom sorbischen gněv (der Zornige)
Alternative Sicht
- die Konzentration der Namensträger Gnauck war ursprünglich noch enger begrenzt auf den Bereich Bischofswerda und umliegende Dörfer, was Indiz für einen (wenige) Stammvater(-väter) ist und nicht im sorbischen Kerngebiet liegt
- die ehemaligen Erbrichter waren häufig Nachfahren der Anführer von Trecks aus der Zeit der Ostbesiedelung, die häufig aus Franken kamen
- aus Unterfranken stammt lt. den Brüdern Grimm das Wort gnaucken für bejahend nicken
Weblinks
- Der langjährige Gemeindevorstand von Kleindrebnitz Ernst Gnauck im Biographischen Lexikon der Oberlausitz
- Stammtafel Gnauck und verbundene Familien
- Namensverbreitung Gnauck in der Datenbank der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
- Zur Namensherkunft bei den Brüdern Grimm
- Bäuerliches Hochzeitsbrauchtum im Jahre 1734: Rosina Gnauck (Tochter des Weickersdorfer Freirichters Andreas Gnauck) und Christoph Näther, Näthersche Chronik im Hauptstaatsarchiv
Literatur
- Roland Paeßler: Die Erbrichter in der Umgebung von Bischofswerda, in: Mathias Hüsni (Hrsg.), Schiebocker Landstreicher (ISSN 1866-7872), H. 3, Burkau 2008, S. 8-16, aus mehreren unveröffentlichten Texten des Autors zusammengestellt und bearbeitet von Dr. Uwe Fiedler
- Roland Paeßler: Der Salzhandel und das Salzfuhrwesen im ehemals Stolpener Gebiet, in: M. Hüsni (Hrsg.), Schiebocker Landstreicher, Nr. 4, Burkau 2009, S. 52-55
- Georg Pilk: Die Amtsdörfer bei Bischofswerda im Jahre 1559, in: Unsere Heimat, Beilage zum Sächsischen Erzähler 9.6.1925
- Richard Garbe: Vorarbeiten für eine Dorfchronik von Großdrebnitz, in: Unsere Heimat, Beilage zum Sächsischen Erzähler 11.4./18.4.1938
- Meyers-Lexikon, Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Online-Ausgabe 21. März 2009 02:05:48 GMT
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gnauck (Familie) |
| ALTERNATIVNAMEN | Nauck |
| KURZBESCHREIBUNG | Erbrichterfamilie um Bischofswerda |
| GEBURTSDATUM | |
| GEBURTSORT | |
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| STERBEORT | |
